Schulprofil / Schulregeln

Wir machen LUSt auf Schule!

„Das Wichtigste, was man Kindern mitgeben sollte: Wurzeln und Flügel!“
(J. W. Goethe)

Vor nunmehr 60 Jahren wurde unsere Ludwig-Uhland-Schule gebaut und eingeweiht, und damals war noch manches anders: Gesellschaftliche Strukturen, technische Entwicklungen, wissenschaftliche Erkenntnisse, Methodik und Didaktik des Unterrichts usw. Aber eins war damals wie heute gleich: Die Aufgabe der Grundschule ist es, allen Kindern eine grundlegende Bildung und ein gesundes Selbstvertrauen (auch im Sinne von Selbstwirksamkeit) zu vermitteln. Dies sehen wir als die Wurzeln oder das Fundament gelingenden Lebens und darüber hinaus ist es unser Bestreben an der LUS, den Kindern zu Flügeln zu verhelfen, indem wir mit ihnen zusammen LUSt am Lernen, am Aufbruch zu neuen Erkenntnissen und Ufern haben und machen.
Mit anderen Worten bedeutet dies: Auf den bis zum Schulbeginn erworbenen Kenntnissen und Erfahrungen aufbauend, sollen die Kinder Kompetenzen erwerben, die das Arbeiten und Lernen in den weiterführenden Schulen ermöglichen, so dass sie später ihr eigenes Leben selbstbestimmt bewältigen können und zu verantwortungsvollen Menschen heranwachsen.

Unser Blick gilt jedem einzelnen Kind mit seinem Rucksack an guten und schlechten Erfahrungen, seiner inneren und äußeren Ordnung, seinem je eigenen Lernweg, seiner bis dahin gewachsenen Persönlichkeit, seinem Streben nach Unabhängigkeit, nach Wissen und auch nach Geborgenheit und Anerkennung.
Wir wollen Zeit haben für die Kinder, für ihre Sorgen und Nöte, ihre Glücksmomente, ihre kleinen und großen Erlebnisse. Sie sollen wissen, dass sie uns wichtig sind. Wir wollen ihnen Zeit geben, in ihrem eigenen Tempo und auf ihrem persönlichen Weg zu entdecken, zu fragen, zu lernen, zu können und auch manchmal zu scheitern. So gestalten wir Schule immer wieder um, gehen mal auf bewährten Pfaden weiter und probieren neue Wege aus.

Deshalb sind wir eine „inklusive Schule“:
Entgegen der im Moment weit verbreiteten Meinung, bei Inklusion gehe es „bloß“ um die gemeinsame Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen, vertreten wir einen weitergehenden Inklusionsbegriff:
Wir entwickeln eine gute Schule für alle und bauen eine unterstützende Schulgemeinschaft auf.

Dabei haben wir folgende Ziele:

> Wir nehmen alle Kinder aus unserem Ort auf, die unsere Schule besuchen möchten und sorgen für Barrierefreiheit am Gebäude und in den Köpfen.
Wir ermöglichen Teilhabe für alle, d. h. „mit anderen gemeinsam zu lernen und mit ihnen bei gemeinsamen Lernprozessen zusammenzuarbeiten“ (Index für Inklusion/IfI, S. 10) und vermindern den Aussonderungsdruck.

> Wir haben eine gemeinsame Philosphie für den Umgang mit Vielfalt an unserer Schule. Inklusive Werte und Haltungen sind im Leitbild und im Profil der Schule verankert.

> Wir etablieren an unserer Schule eine Kultur des gegenseitigen respektvollen, unterstützenden und integrativen Umgangs miteinander. Diese Kultur soll bezogen sein auf alle Strukturen und Praktiken und auf alle am Schulleben Beteiligten (SuS, Eltern, MA).

> Wir arbeiten als lernende Organisation daran, die „Hindernisse für Lernen und Teilhabe“ (IfI, S. 12) für alle SuS zu erkennen und sie in gemeinsamer Anstrengung und in Kooperation zu überwinden.

> Wir sorgen dafür, dass jede/r (SuS, Eltern, neue MA und Besucher) sich an unserer Schule willkommen fühlt.

> Wir schaffen Hilfen zur Eingewöhnung, um z. B. den Übergang von der Kita in die Schule zu erleichtern (Brücke bauen) für die SuS und für die Eltern.
Wir schaffen Hilfen zur Eingewöhnung für neue MA.

> Wir haben ein differenziertes Konzept zum Umgang mit schwierigen und herausfordernden Situationen mit SuS mit besonderen Bedürfnissen. Integraler Bestandteil dieses Konzeptes sind eigene Handlungsmöglichkeiten und die Einbeziehung des fachlichen Supportsystems.

> Wir arbeiten mit unserer Partnerschule, der Lindenschule Ostfildern (Förderschule) im Schulentwicklungsprozess eng zusammen, stimmen die gemeinsamen Kulturen, Strukturen und Praktiken (Index-Prozess) miteinander und aufeinander ab und tauschen unsere Erfahrungen aus

> Wir dehnen die Kooperation auf weitere Sonderschulen (Schule für Erziehungshilfe, Schule für Körperbehinderte, Schule für Sprachbehinderte, …) aus.

> Wir arbeiten in einem gut funktionierenden, unterstützenden Netzwerk mit Fachpersonen und externen Fachstellen, wobei die einzelnen Schritte der Kooperation besprochen, festgelegt und transparent sind.

> Die Schulleitung koordiniert sämtliche Unterstützungssysteme.

Ausgehend von diesen Zielen gibt es eine große Anzahl an Maßnahmen, mit denen wir diese umsetzen (wollen), die sich über das komplette Schulleben erstrecken. Sie beziehen sich also auf den Unterricht (Rhythmisierung, Unterrichts- und Arbeitsformen wie Freie Arbeit, Projekt- und Werkstattunterricht, lehrerzentrierte Phasen, Kooperatives Lernen, Methodenlernen, Präsentation, Umgang mit Medien, Förderung von Kindern mit Unterstützungsbedarf und Fordern von Kindern mit guter Begabung, …), auf den Umgang miteinander (Regeln und Rituale, Gewaltpräventionskonzept, Bewältigung schwieriger Situationen, Beratung von Eltern und Kindern (Feedback), …), auf die Förderung von Kreativität und künstlerischem und körperlichem Ausdruck (AG-Angebote im Bereich Sport und Musik, Musicalarbeit, Körperarbeit, Kunstangebote, Tanz, …) und des Umgangs mit der eigenen Person, auf den Blick über den Tellerrand (Schulpartnerschaft, Kooperation mit Kindertageseinrichtungen im Sinne eines Bildungshauses, …), auf die Gestaltung der Räume innen und außen und auch auf die außerunterrichtlichen Angebote sowie die Betreuungsangebote.

Im Team der LUS sind gegenwärtig 55 Menschen aktiv, um die Maßnahmen umzusetzen und die Ziele zu erreichen.
Unterstützt werden wir dabei von einer großen Anzahl engagierter Eltern, die im Klassenverband, im Elternbeirat und im Förderverein mit Engagement und Kreativität und nie nachlassender Energie helfen und mitarbeiten, wo und wie sie können.
Ebenso ist uns die Unterstützung der Gemeinde Denkendorf, des Bürgermeisters Peter Jahn, des Gemeinderates und der Mitarbeiter*innen der Gemeindeverwaltung von unschätzbarem Wert. Hier weiß man, dass Investitionen für Kinder in der Zukunft Früchte tragen und sich bewähren werden.
Aber auch eine große Anzahl an Kooperationspartner im inner- und außerschulischen Bereich (Kreisjugendring, Musikschule, Sprachhilfe, TSV Denkendorf, Kinder- und Jugendhaus focus, Bücherei, Firma Festo Didactic, Kindertageseinrichtungen, weiterführende Schulen, Sonderformen der Schule, Jugendhilfe, …) trägt mit dazu bei, dass wir die geplanten Maßnahmen auch umsetzen können.

Viel ist schon getan, aber es bleibt auch noch eine Menge zu tun, um sich auf dem Weg zum Ziel ständig weiterzuentwickeln und zu verbessern und manchmal scheint man eher Rück- als Fortschritte zu machen.
Und ganz im Sinne des 8. Paradoxen Gebotes von Kent M. Keith aus dem Jahre 1968, das da heißt:

„Dinge, an denen Du jahrelang gearbeitet hast, können über Nacht zerstört werden. Arbeite trotzdem weiter.“

werden wir auch in Zukunft an dem Ziel, eine gute Schule für alle Kinder zu entwickeln, weiterdenken und weiterarbeiten.

So erreichen Sie uns

Sekretariat
Ludwig-Uhland-Schule
Frau Gerti Dilger
Schulstraße 7
73770 Denkendorf
Tel: 0711 – 3 46 28 14
Fax: 0711 – 34 40 47

Kerni
Tel: 0711 – 3 46 28 14
Fax: 0711 – 34 40 47

Rektorat
Ludwig-Uhland-Schule
Frau Claudia Zährl
Schulstraße 7
73770 Denkendorf
Tel: 0711 – 3 46 28 14
Fax: 0711 – 34 40 47